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Seit April bereichert die junge Goldschmiedin die  Erfurter Michaelisstraße. Foto: Nina Palme.

ERFURT – Neuigkeiten aus der Michaelisstraße! Hier hat sich die junge Goldschmiedin Linda Hüther im April diesen Jahres ihre Werkstatt und ihren Showroom eingerichtet. Warum für sie Erfurt ein Stückchen Heimat ist und warum ihre minimalistischen Schmuckkunstwerke mehr sagen als tausend Worte, erfahrt ihr im folgenden Portrait. SMARTPLATZ hat die Goldschmiedin bei Käffchen und Schokolädchen getroffen.

 

Seit Anfang April bereichert sie nun die Altstadt mit ihren minimalistischen Schmuckstücken. Linda hat Industriedesign studiert. Der Wunsch war lange Zeit groß, Möbeldesignerin zu werden. Nach Praktika in Europa muss Linda feststellen, dass es als Möbeldesigner eher selten der Fall ist, dass man wirklich eigene Ideen umsetzen kann. Sie sitzt viel am Rechner und sucht abends nach ihrer Arbeit Ausgleich an der Volkshochschule und besucht regelmäßig Goldschmiedekurse. „Die zwei Stunden am Abend im Goldschmiedekurs haben mich so befriedigt, dass ich beschlossen habe, eine richtige Goldschmiedeausbildung zu machen“, erzählt sie mir, während sie an ihrem Kaffee nippt. Nach ihrer Ausbildung war Linda in Hamburg für zwei Jahre Teil einer Ateliergemeinschaft. Dann bald die Sehnsucht nach Heimat: „Ich hatte schon immer den Plan mit Mitte dreißig wieder zurück in meine Heimat Thüringen zu gehen. Ich wollte nie in einer Großstadt alt werden. Ich bin dann auf den freien Laden in der Michaelisstraße gestoßen … es ging dann doch alles schneller als gedacht.“ Von Hamburg zog die Thüringerin nach Erfurt. In ihrem kleinen aber feinen Ladengeschäft bietet die gelernte Goldschmiedin nun ihre eigene Kollektion an und fertigt Auftrags-Schmuckstücke. Vor einigen Wochen hat sie für ein Paar Verlobungsringe gestaltet. Ihr Stil lässt sich als minimalistisch und modern beschreiben. „Viele fühlen sich von dieser Schlichtheit angezogen, andere sind wiederum irritiert. Genau diese Kontraste machen es für mich so spannend“, erläutert Linda. „Die Form an sich hat schon etwas so Ästhetisches für mich, dass ich alles, was dazu kommt als störend empfinden würde. Das Material für sich hat schon eine eigene Aussagekraft.“

Der Habitus ihrer Schmuckstücke findet sich auch in der Gestaltung der Schaukästen und des Schaufensters wieder. Hier reihen sich wenige Schmuckstücke neben ein paar Arbeitswerkzeuge. Den meisten Raum nimmt Lindas Werkstatt im Zentrum der Ladenfläche ein. „Das Erlebnis eine Schmuckgalerie zu betreten und gleichzeitig meine Werkstatt zu begehen, soll auf den Arbeitsprozess hinter dem fertigen Produkt verweisen. Alle Schmuckstücke meiner Ausstellung entstehen direkt hier vor Ort. Ich wollte das Handwerk als Tätigkeit mit Mehrwert wieder in den Fokus rücken.“ Auf Wertigkeit setzt Linda Hüther auch in Hinblick auf nachhaltige Materialien. Ihre geplante Eheringkollektion wird aus Waschgold aus Finnland hergestellt. „Waschgold wird hier aus den Flüssen geschürft und nicht aus der Erde. Dieser Prozess ist zwar sehr aufwendig, schont aber die Natur, da ihr das Gold nicht gewaltsam entrissen wird. Die guten Bedingungen der Goldgewinnung parallelisieren sich hier auch mit einer fairen Bezahlung der Arbeiter“, kommentiert die junge Goldschmiedin. Warum sie sich entschieden hat bei SMARTPLATZ mitzumachen? „Mich hat einfach angesprochen, dass es nicht viel Aufwand für die Händler bedeutet. Vor allem für Unternehmer, die ein Ladengeschäft alleine betreiben und denen die Zeit für die Gestaltung von Werbung fehlt, kommt so eine Form von Marketing sehr gelegen. Hinzu kommt, dass durch die das spielerische Einkaufserlebnis über die App, die Nutzer auch eher mal die Ladenfläche betreten und nicht nur von außen schauen.“

(np)

LINDA HÜTHER

Michaelisstraße 8

99084 Erfurt

Tel.: +49 (0) 173 3644854

Website: www.lindahuether.de

Mail: co@lindahuether.de

Fotos: Nina Palme©

Warum zu Linda?

# Minimalismus

# Nachhaltige Materialien

# Workspace und Showroom in einem Laden